Martha Jungwirth & Arnulf Rainer

Aus einer Sammlung

Martha Jungwirth & Arnulf Rainer

25. Oktober - 10. Januar 2019

 

  • Arnulf Rainer
    Ohne Titel, aus der Serie Hand-und Fingermalereien (AR4)Ohne Titel, aus der Serie Hand-und Fingermalereien (AR4)
    1981-1983
    de
    1981-83
    en
  • Arnulf Rainer
    Ohne Titel, aus der Serie Hand- und Fingermalereien (AR2)Ohne Titel, aus der Serie Hand-und Fingermalereien (AR2)
    1981-1983
    de
    1981 -83
    en

  • Ohne Titel, aus der Serie Hand-und Fingermalereien (AR1)Ohne Titel, aus der Serie Hand-und Fingermalereien (AR1)
    1981-1983
    de
    1981 - 83
    en
  • Martha Jungwirth
    ohne Titel, aus der Serie ,Fundraising’untitled, from the series ,Fundraising’
    2014
    de
    2014
    en
  • Martha Jungwirth
    Ohne TitelUntitled
    2015
  • Martha Jungwirth
    Ohne TitelUntitled
    2013

 

Martha Jungwirth & Arnulf Rainer

25. Oktober – 10. Januar 2019

 

Parallel zur Ausstellung Martha Jungwirth, Panta Rhei, im Kunstmuseum Ravensburg zeigt die Galerie Haas Zürich mit Exponaten von Martha Jungwirth & Arnulf Rainer Werke zweier „Klassiker“ der zeitgenössischen österreichischen Malerei.

Martha Jungwirth wurde 1940 in Wien geboren und lebt seither dort, Arnulf Rainer kam 1929 in Baden bei Wien zur Welt und lebt heute in Wien, in Oberösterreich und auf Teneriffa. Die Galerie Haas stellt fünf Hand-und Fingermalereien von Arnulf Rainer aus den frühen 80er Jahren drei Bildern von Martha Jungwirth aus den Jahren 2013 – 2016 gegenüber.

 

Diese Gegenüberstellung verheißt in ihrer stark farbigen, gestischen und energetischen Formgebung auf den ersten Blick grosse Ähnlichkeiten und zeigt doch beim zweiten Hinsehen, dass die Werke aus unterschiedlichen Zeiten, Haltungen und Entwicklungen kommen.

Arnulf Rainer geht es in seiner expressiven bis aggressiven Malerei um das Auslöschen von Vorgegebenem, angefangen bei den Klassikern der Kunstgeschichte bis hin zu Selbstporträts. Allein durch die gestischen Zumalungen des Motivs gelangt der Künstler wiederum zu einer Malerei, die ihr Eigenes sichtbar macht. In den Werken der Ausstellung werden farbige Gründe mit gestischen Farbgeflechten von Linien und Bändern wieder und wieder übermalt, so dass blaue, grüne, rote, schwarze Formknäuel oder auseinandertreibende Formen stehen bleiben. Aus der Zeitgenossenschaft des Wiener Aktionismus und der Performance kommend, bleibt Rainer stets dem Tafelbild  treu.

 

Martha Jungwirth kreiert und baut Farbräume, in einem Bereich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, die sich zum realen Raum hin zu öffnen scheinen. Sie setzt im eigenen Rhythmus Farbkleckse, Farbbahnen, Farbfelder auf braunes Packpapier, das beim Malen auf dem Boden liegt. Jungwirths „Kreationen“ gehen aus einer physischen Entäußerung hervor, die dem Zufall des sich Ereignens und der Erfahrung des Körpers gehorcht. Die Künstlerin schreibt selbst dazu: „meine malerei ist an mich gebunden, an den moment, an die geschmeidige hand, das rasche auge, die gute beinarbeit, ans unkontrollierte strömenlassen,…“.

Den Körper in die Malerei mit einbeziehen, das verbindet nun wiederum Martha Jungwirth mit Arnulf Rainer. Bei Rainer sind es gestische Fuß-, Hand- und Fingermalereien oder aktionale Übermalungen, die die wesentlichen Techniken seines Künstlerwerks ausmachen. Dabei arbeitet er vermehrt aus der Mitte des Bildträgers, während sich Jungwirth von den Bildseiten her gestaltend dem Zentrum nähert und dieses oftmals sogar frei lässt.

 Mittlerweile sind die Werke beider Künstler in zahlreichen Museumsausstellungen gezeigt worden und sowohl Arnulf Rainer und als auch Martha Jungwirth wurden mit wichtigen Auszeichnungen geehrt.

 

Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an:

Erika Schlessinger-Költzsch

contact@galeriehaasag.ch