Konrad Klapheck

Konrad Klapheck
Bilder von 1958 - 2015

30. August - 20. Oktober 2018

  • Das Lächeln der Auguren Das Lächeln der Auguren (The Augur’ s Smile; Le sourire des augures)
    1968
    Das Lächeln der Auguren Das Lächeln der Auguren (The Augur’ s Smile; Le sourire des augures)
    1968
  • Der ChefideologeDer Chefideologe
    1965
    Der ChefideologeDer Chefideologe
    1965
  • The LadiesThe Ladies
    2012
    The LadiesThe Ladies
    2012
  • DuoDuo
    2015
    DuoDuo
    2015
  • Das Atelier IIDas Atelier ll (The Studio II)
    2002
    Das Atelier IIDas Atelier ll (The Studio II)
    2002
  • Das Glas RotweinDas Glas Rotwein
    2005
    Das Glas RotweinDas Glas Rotwein
    2005
  • Vergebliches WartenVergebliches Warten
    1966
    Vergebliches WartenVergebliches Warten
    1966
  • Der zweite FrühlingDer zweite Frühling
    1989
    Der zweite FrühlingDer zweite Frühling
    1989

Die Galerie Haas Zürich zeigt zur Saisoneröffnung am 30. August 2018 die Ausstellung

KONRAD KLAPHECK
Bilder 1958 – 2015

 

Konrad Klapheck, der Maschinen und Menschen soweit qualifiziert und typologisiert, dass sie im wahren Wortsinne austauschbar werden, hat ein ganz spezifisches Bildvokabular entwickelt, das mit Hilfe von Maschinen sein Leben erzählt. „Ich beschloss, ein ganzes System aus den Maschinenthemen aufzubauen und meine Biografie durch sie zu erzählen…Einige Ehekrisen liegen hinter mir, die sich in Bildern mit Sägen und Messern niedergeschlagen haben…Und meine Mutter? Auch sie war erschienen in meinen Bildern, ungerufen und überraschend…“ Schon früh versteht es der Künstler, am Formenbeispiel der klassischen Schreibmaschine typische Merkmale des Maskulinen auszudrücken: „Die Schreibmaschine dient der Mitteilung, der Welt abstrakter Ordnung“, schreibt er selbst darüber. Das Eckige, Breitschultrige, Abweisende, Martialische, Mathematische sind Hauptmerkmale dieses Gegenstandes, dessen Eigenschaften sich gleichsam in der technisch-geometrischen Form des Maschinellen widerspiegeln, sie fordern Respekt  und eine gewisse Unabhängigkeit. Ein zweites wichtiges Motiv im Werk Konrad Klaphecks ist die Nähmaschine. In der historischen Form der Nähmaschine sieht der Künstler das Weibliche, nämlich Runde, Geschwungene, Entgegenkommende. Aber auch die verletzende Nadel.

Ein wichtiger Faktor von Klaphecks Kunst und Menschsein ist sein Interesse an Erotik und Sexualität, welches auch Dialog, Zugang und Verweigerung beinhaltet.  Davon zeugen nicht nur die frühen Bilder, mit den vielsagenden Titel „Der Erotiker“ oder „Das Geheimnis des Sexappeals“, sondern vor allem seine Werke seit 1997. Hier stellt Klapheck den menschlichen Körper als geschlechtliche und sexuelle Physis dar mit allen Merkmalen verschiedener Lebensalter und den damit einhergehenden Veränderungen. Und er stellt Paar- oder Gruppenkonstellationen vor, die zahlreiche Möglichkeiten dieser geschlechtlichen Konfrontationen durchspielen: von fleischlich über begehrlich, wollüstig, lüstern, triebhaft, bis erotisch. Auch räumt Klapheck darin beiden Geschlechtern, sowohl den Männern als auch den Frauen, sexuelle Potenz ein.

Konrad Klapheck, der 1935 in Düsseldorf geboren wurde und an der dortigen Akademie studierte, wurde selbst Professor an dieser Hochschule. Er hatte zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland und blieb bis heute seinem unverwechselbaren Stil treu.

Die Galerie Haas zeigt Gemälde aus allen Perioden, von 1958 bis ins Jahr 2015, begleitet von einem Katalog in Deutsch und Englisch.

 

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an

Dr. Erika Schlessinger-Költzsch
ekoeltzsch@galeriehaasag.ch
+41 43 497 20 26